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Mathematik

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„Es gibt keinen Königsweg zur Mathematik“

Euklid

Schon die alten Griechen haben gewußt, dass jeder auf unterschiedliche Weise Mathematik lernt.

 

Auch bei ihrem Kind sollte man erst einmal erkunden wie er oder sie an die Mathematik herangeht. Hierbei ist aber wichtig, zu unterstützen, so dass die Erkenntnis rechtzeitig kommt. Denn nichts ist für Kinder frustrierenden als ein Problem nicht lösen zu können.

 

Was ist Mathematik?

Für viele Erwachsene ist Mathematik ein mechanisches Anwenden von Auswendiggelerntem, eine Geheimwissenschaft, ein Buch mit sieben Siegeln, etwas an das sie negative Erinnerungen haben. Diese Haltung übertragen sie häufig auf ihre Kinder.

„Wann fängt die Mathematik an? Wenn ein Kind ein Dreieck von einem Quadrat, zwei von
drei, drei von vier unterscheiden kann? Oder: wenn, während die Mutter geradeaus geht, das
Kind um einen Busch herumläuft, um am Ende die Mutter zu überraschen? Es hängt davon
ab, wie bewusst es geschieht.“ (Freudenthal 1981, 100)

Eltern sollten wissen, dass Kinder anders denken. Besonders bei der Hausaufgabenbetreuung gerät an oft in Situationen den Kindern einen bestimmten Rechenweg vorgeben zu wollen. Auch wenn das Kind umständlich rechnet, sollte nicht der eigene Lösungsweg als besser empfohlen werden. Es sind stets mehrere Wege möglich, um aufgaben zu lösen.

Geduld zu haben und erst einmal abzuwarten welchen Lösungsweg das Kind wählt, ist (auch zeitlich) nicht immer einfach. Dennoch bestärkt dieses Verhalten des Lehrers das Kind darin, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen.

Eltern können ihre Kinder unterstützen und ermutigen, in dem sie sich die Lösungswege vomKind erklären lassen und beispielsweise fragen „Wie bist du darauf gekommen?“.